Im Frühjahr werden die unter der Konstruktionsnummer 356.00.105 ausgefertigten Entwürfe realisiert. Es entsteht der erste Sportwagen unter dem Namen Porsche. Am 8. Juni ist der Prototyp des Porsche Typ 356 mit der Fahrgestellnummer 356-001 fahrbereit und die Kärntner Landesregierung erteilt eine Einzelgenehmigung. Als Mittelmotor-Sportwagen mit einem auf 35 PS gesteigerten VW-Motor ausgerüstet, erreicht der nur 585 kg wiegende „Roadster Gmünd“ eine Höchstgeschwindigkeit von 135 km/h.
Von Beginn an nutzt der Sportwagenhersteller Porsche den Rennsport als Erprobungsplattform für neue Fahrzeugtypen. Mit Herbert Kaes am Steuer bestreitet der Porsche Typ 356 „Nr.1“ am 1. August das Stadtrennen in Innsbruck und erzielt auf Anhieb einen Klassensieg.
Der erste Porsche wurde im österreichischen Gmünd fertig gestellt. Es handelte sich um einen zweisitzigen Roadster mit Mittelmotor, der Vierzylinder Boxer vor der Hinterachse eingebaut und leistete 35 PS. Er stammte wie das Getriebe und einige Fahrwerkskomponenten von Volkswagen, war jedoch in der Leistung um 10,5 PS gesteigert. Die Karosserie war aus Aluminium gefertigt und wurde von einem Gitterrohrrahmen getragen.
Der 356/1 blieb ein Einzelstück, nach ihm wurden in Gmünd noch 52 Fahrzeuge des Typs 356/2 gebaut. Der 356/2 war ein Coupé mit Heckmotor und leistete bereits 40 PS, seine Karosserie war wiederum aus Aluminium, der Kastenrahmen aus Stahlblech.
Von Beginn an nutzt das Unternehmen Porsche den Rennsport als Erprobungsplattform für neue Fahrzeugtypen. Mit Herbert Kaes am Steuer bestreitet der Porsche Typ 356 "Nr.1" am 1. August das Stadtrennen in Innsbruck und erzielt auf Anhieb einen Klassensieg.
Zunehmend gewinnt der Motorsport an Bedeutung für den jungen Automobilhersteller Porsche. Nach einem Erfolg bei der Internationalen Alpenfahrt durch Otto Mathé im Vorjahr macht Porsche im Juni durch einen Klassensieg beim 24-Stunden-Rennen in Le Mans international auf sich aufmerksam. Auf einem Porsche 356 SL Leichtmetall-Coupé gewinnt der französische Porsche-Importeur und Generalvertreter Auguste Veuillet zusammen mit Edmond Mouche die 1,1-Liter-Wertung.
Als ebenfalls viel beachtet gilt der im August erzielte Klassensieg des Teams Paul von Guilleaume/Graf von der Mühle bei der Fernfahrt Lüttich-Rom-Lüttich.
Auf dem im Herbst stattfindenden Automobilsalon in Paris sorgt die 72-Stunden-Rekordfahrt eines Porsche 356 Leichtmetall-Coupés für erhebliches Aufsehen. Auf der südlich von Paris gelegenen Rennstrecke von Montlhéry erzielt ein Rennfahrer-Team elf internationale Klassenrekorde und mit einem Durchschnittstempo von 152,34 km/h zugleich einen neuen Weltrekord.
Mit dem zur Rennsaison 1960 eingeführten Typ 718 RS 60 schlägt Porsche ein neues Erfolgskapitel im Langstreckensport auf. Neben Gesamtsiegen bei der Targa Florio (Bonnier/Herrmann) und den 12 Stunden von Sebring (Gendebien/Herrmann) holt der Schweizer Heini Walter zum dritten Mal in Folge für Porsche die Europa-Bergmeisterschaft.
In der Formel 2 erzielt Porsche beim 150-Meilen-Rennen von Aintree, Großbritannien, mit dem Typ 718/2 einen eindrucksvollen Dreifacherfolg. Am Ende der Saison gewinnt Porsche die Markenweltmeisterschaft, sodass Geschäftsführer Ferry Porsche schließlich einem Einstieg in die Formel 1 zustimmt.
Als erster Porsche mit glasfaserverstärkter Kunststoffkarosserie macht der Porsche Typ 904 Carrera GTS Coupé gleichermaßen durch das von F. A. Porsche entworfene Design wie auch durch seine Fahrleistungen auf sich aufmerksam. Die ersten Rennerfolge lassen nicht lange auf sich warten und so siegt der Mittelmotorsportwagen unter anderem bei der Targa Florio (Pucci/Davis) und erzielt den zweiten Platz bei der Rallye Monte Carlo 1965 (Böhringer/Wütherich).
Im Frühjahr stellt Porsche auf dem Genfer Automobilsalon erstmals den unter der Regie von Ferdinand Piëch entwickelten Typ 917 vor, von dem als Homologationsserie bereits bis Ende April 25 Exemplare entstehen. Mit einem 4,5-Liter-Zwölfzylindermotor soll der 917 die erfolgreichen Typen 907 und 908 ablösen und in der Hubraumklasse bis fünf Liter für Furore sorgen.
Nachdem der Porsche Typ 917 zunächst bei seinen ersten drei Einsätzen wegen technischer Defekte ausfällt, beginnt am 10. August bei dem 1000-Kilometer-Rennen auf dem Österreichring mit einem Sieg von Jo Siffert und Kurt Ahrens die bis 1973 anhaltende Erfolgsgeschichte des heute legendären Porsche-Rennsportwagens.
Der erfolgreichste Sportwagen der Saison 1969 ist der aufgrund einer Reglementänderung als offener Spyder konzipierte Porsche Typ 908/02. Zu den größten Triumphen des 600-kg-Rennwagens gehören die Rennerfolge in Brands Hatch (Dreifachsieg), in Monza (Dreifachsieg), bei der Targa Florio (Vierfachsieg) sowie in Watkins Glen (Dreifachsieg). Am Ende des Rennjahres 1969 gewinnt Porsche überlegen die Markenweltmeisterschaft.
Im Rallye-Sport stellt der Porsche 911 S seine Zuverlässigkeit mit einem Doppelsieg bei der Rallye Monte Carlo (Waldegaard/Helmer und Larrousse/Perramond) eindrucksvoll unter Beweis.
Erstmals in der Geschichte der Rallye Monte Carlo gelingt es Porsche 1970, mit dem 911 S zum dritten Mal hintereinander einen Doppelsieg zu erzielen. Weitere Triumphe folgen, sodass am Ende des Jahres für Porsche der Gewinn der Rallye-Markenweltmeisterschaft feststeht.
Mit neun von zehn möglichen Siegen sichert sich Porsche mit den Typen 917 und 908/03 erneut überlegen die Markenweltmeisterschaft. Die Siegesserie beginnt in Daytona und hält in Brands Hatch, Monza, Spa, auf dem Nürburgring, bei der Targa Florio, in Le Mans, Watkins Glen und dem Österreichring weiter an. Besonders bemerkenswert ist die Leistung von Hans Herrmann und Richard Attwood am 14. Juni 1970 in Le Mans. Im Typ 917 von Porsche Salzburg erzielen die beiden Piloten erstmals einen Le-Mans-Gesamtsieg für die Stuttgarter Automobilmarke.
Porsche 908/03 Targa Florio 1970
Die Targa Florio endet am 3. Mai 1970 mit einem Doppelsieg von Siffert/Redman und Kinnunen/Rodriguez auf dem Porsche Typ 908/03 Spyder. Der in extremer Leichtbauweise hergestellte Rennwagen wird 1970 und 1971 bei insgesamt vier Rennen eingesetzt, von denen er drei gewinnen kann.
Der stärkste Rennsportwagen seiner Zeit, der Porsche Typ 917/30 Spyder, erlebt im Mai seine Rennsportpremiere. Mark Donohue dominiert in diesem Jahr die CanAm-Serie: Mit sechs Siegen in Folge und einem 2. Platz gewinnt er auf dem 917/30 (1100 PS) die CanAm-Meisterschaft. Porsche war hier Titelverteidiger, denn bereits 1972 kann George Follmer, der für den verletzten Mark Donohue eingesprungen ist, gleich fünf Siege für sich buchen und auf dessen Porsche 917/10 Turbo (900 PS) die Meisterschaft erringen.
Die Überlegenheit des 1100 PS starken 917/30 Spyder Rundstrecken-Rennwagens ist so offensichtlich, dass das Reglement der CanAm-Serie kurzfristig geändert wird, um den Typ 917 von einer weiteren Teilnahme in der Saison 1974 auszuschließen. Neben dem CanAm-Titel des Porsche 917/30 gewinnt ein Typ 917/10 parallel dazu die europäische Interserie.
Mit dem Typ 911 Carrera RSR beteiligt sich Porsche an der Markenweltmeisterschaft der Prototypen. Die Werkswagen erzielen bei der zum letzten Mal ausgetragenen Targa Florio den Gesamtsieg (Herbert Müller / Gijs van Lennep).
Es ist der 11. Gesamtsieg für Porsche. Gregg/Haywood gewinnen die 24 Stunden von Daytona gegen Prototypen. Die "Challenge Mondial de Vitesse et Endurance" geht an Porsche.
Mit einer Überraschung wartet Porsche auf dem Messestand der Frankfurter IAA auf: Der auf Basis des 924 Turbo entstandene Typ 924 Carrera GT ist ein gleichermaßen für Wettbewerbszwecke wie Straßenbetrieb geeigneter Sportwagen. Für interessierte Kunden ist der 924 Carrera GT ab dem Modelljahr 1981 erhältlich.
924 GTR..
Bei reduzierter Werksaktivität sind es 1979 vornehmlich Privatteams, die für Porsche 15 nationale und internationale Meisterschaftssiege erzielen. Zu diesen Erfolgen gehören unter anderem die Triumphe in der Deutschen Rennsportmeisterschaft, der Europa-Bergmeisterschaft sowie der IMSA- und TransAm-Meisterschaft. Über allem steht erneut der Gewinn der Markenweltmeisterschaft, der nicht zuletzt durch die Erfolge von privaten Fahrzeugen vom Typ 935 bei den 24-Stunden-Rennen von Daytona und Le Mans errungen wird.
Überraschend gibt Porsche im Dezember eine für das Jahr 1980 geplante Teilnahme am 500-Meilen-Rennen von Indianapolis bekannt. Reglementprobleme verhindern jedoch den Einsatz des Porsche-Interscope „Indy.
Als Repräsentant einer neuen Porsche-Generation tritt der Typ 924 während der Motorsportsaison publikumswirksam in Aktion. Anlässlich des Debüts des Porsche 924 Carrera GT bei den 24 Stunden von Le Mans sehen alle drei angetretenen Werkswagen die Zielflagge. In der amerikanischen SCCA-Meisterschaft gehen 25 Siege auf das Konto des Transaxle-Sportwagens.
Mit Rennwagen der Typennummern 935 und 911 SC erringt Porsche neben den IMSA- und TransAm-Meisterschaften drei Europameistertitel sowie die Weltmeisterschaft für Langstrecken-fahrer. Einen weiteren Saisonhöhepunkt bildet der 1-2-3-Sieg beim 24-Stunden-Rennen von Daytona.
Der Motorsport-Weltverband in Paris formuliert für Sport-Prototypen-Rennen das Reglement der Gruppe C. Dieses Sportwagen-Reglement bleibt bis 1992 bestehen. Der internationale Motorsport ist in drei übersichtliche Kategorien unterteilt: die Gruppe A (seriennah), die Gruppe B (stark verbessert) und die Gruppe C (kaum Beschränkungen, Prototypen).
Die Ära der Gruppe C wird zu einer Zeit der grössten Motorsport-Erfolge für Porsche. Mit den Typen 956 (1982-1984) und 962 (1985-1989) - sie entstehen sämtlich unter Projektleiter Norbert Singer - gewinnt Porsche fünf Team-, Hersteller-, und Fahrerweltmeisterschaften. Sechs Le Mans-Siege gehen auf das Konto dieser Sportwagen.
Zunächst ist 1982 als Erprobungsjahr für den 956 vorgesehen. In der Hand von Jacky Ickx und Jochen Mass sowie Derek Bell und Vern Schuppan entpuppt sich der Sportwagen aber als Siegertyp, mit dem Porsche auf Anhieb die Marken-WM gewinnt und Ickx seine erste Sportwagen-Fahrerweltmeisterschaft holt. Unvergessen ist Ickx' Endspurt zum Sieg und WM-Titel in Brands Hatch, wo er in der letzten Stunde den mit fast einer Runde führenden Riccardo Patrese einholt.
Beim 24 Stunden Rennen von Le Mans fahren die 956 zu einem Dreifachsieg. Ickx/Bell (Chassis 002) gewinnen vor Mass/Schuppan (Chassis 003) und Haywood/Holbert (Chassis 004). Ickx/Bell brechen auf dem Weg zu ihrem Le Mans-Erfolg trotz vom Reglement limitierten Benzins ihren eigenen Distanzrekord aus dem Vorjahr und legen 4.899,086 Kilometer zurück. Der 956 mit Startnummer eins erreicht eine Durchschnittsgeschwindigkeit von 205 km/h und verbraucht auf 100 Kilometer 47,79 Liter. Porsche Kunden machen mit ihren Siegen in allen Klassen den Erfolg perfekt.
Die Deutsche Rennsport Meisterschaft sichert sich Bob Wollek auf einem Porsche 936C des Joest-Teams mit drei Siegen vor Rolf Stommelen, der - wie sein Gegner aus dem Elsass - zunächst auf einen 936 vertraut, um im Laufe der Saison auf Gruppe-C-Sportwagen umzusteigen.
In den USA gewinnt Porsche Pilot John Paul jr. die IMSA Meisterschaft mit neun Siegen und zwei zweiten Plätzen bei zwölf Rennen. Seine Erfolge, die der Amerikaner auf einem 935 sammelt, bescheren Porsche die Marken-Trophäe. Ebenfalls auf 935 vertraut John Paul, sr. - und holt die IMSA Endurance Meisterschaft.
Ex-Formel 1-Weltmeister Alan Jones fährt in der Sport Sedan Meisterschaft seines Heimatlandes Australien einen 935, gewinnt neun von neun Rennen und damit die Meisterschaft. In Belgien kann Marc Duez auf einem 911 SC die nationale Rallyemeisterschaft für sich entscheiden. Der 911 Turbo der deutschen Privatfahrer Georg Memminger und Fritz Müller erweist sich bei den Rennen um den FIA Cup für Gruppe-B-Produktionswagen als unschlagbar, und in Frankreich holt Jacques Guillot, ebenfalls auf einem Turbo, die FIA Berg Europameisterschaft.
Am 18. Dezember läuft der 1,5-Liter-Sechszylinder-Doppelturbo-Motor mit der internen Bezeichnung TTE-PO1 erstmals auf dem Prüfstand, der in der Formel 1 in den kommenden Jahren als TAG Turbo - made by Porsche im Einsatz sein wird.
Bob Wollek erhält nach seinen Erfolgen in der Deutschen Rennsport Meisterschaft (DRM), der Marken-Weltmeisterschaft, der IMSA und der Interserie den Porsche Cup 1982.
Auf dem Genfer Salon im April wird der Öffentlichkeit ein neuer Formel 1-Motor präsentiert, der TAG Turbo - made by Porsche (intern: TTE PO1 V6). Der von Hans Mezger entwickelte V6 mit einem Zylinderwinkel von 80 Grad ist ungewöhnlich kompakt und leicht.
Mit allen Nebenaggregaten beträgt das Gewicht 150 Kilogramm. Bohrung: 82 Millimeter, Hub 47,3 Millimeter, Hubraum 1.499 ccm. Porsche gibt die Leistung des für das McLaren-Team bestimmten Motors zunächst mit ca. 600 PS bei Drehzahlen zwischen 10.000 und 11.500/min an. Erste Tests finden in einem 956 auf der Porsche Versuchsstrecke in Weissach statt, wenig später ist der neue Sechszylinder dort bereits in einem McLaren-Chassis im Einsatz - am Steuer sitzt zunächst Porsche Ingenieur Roland Kußmaul.
Jetzt rasten die McLaren-TAG-Porsche von Sieg zu Sieg und am Ende der Saison 1984 stand mit Niki Lauda der Weltmeister der Formel 1 fest.
1985 und 1986 war es Alain Prost, der mit dem mittlerweile bis zu 900 PS starken McLaren-TAG-Porsche souverän Weltmeister wurde.
Mit 13.000 Kilometer Distanz ist der Paris-Dakar-Marathon einer der härtesten der Geschichte. Porsche nutze die "Paris-Dakar" für die Erprobung des künftigen Allrad-Sportwagen vom Typ 959 und schickte drei 959 in das Rennen. Nach dem Erfolg von 1984 mit dem 911 Carrera 4x4 unterzog Porsche den 959 - der Produktionsbeginn für die Serienfahrzeuge war für Frühjahr 1986 vorgesehen - einem erneuten Härtetest. Startete 1985 noch ein Prototyp mit Saugmotor, so sorgte beim Rallye-959er von 1986 ein 2,85 Liter mit Doppelturbolader in Registeranordnung, wassergekühlten Zylinderköpfen und luftgekühltem Motorblock für Vortrieb. Die Leistung wurde auf rund 400 PS reduziert, um mit Normalbenzin auszukommen.
Mit diesem "seriennahen" Fahrzeug belegte das Werksteam 1986 die Ränge 1-2-6. Kurz nach dem Start waren bereits zwei von drei Service-Fahrzeugen verloren. So fiel Projektleiter Roland Kussmaul und seinem Beifahrer Hendrick Unger, die einen 959 als "rasende Werkstatt" im Wettbewerb fuhren, die scheinbar unlösbare Aufgabe zu, alle drei Hochtechnologieträger durch die Wüste zu bringen. In Dakar kam René Metge als Erster an, gefolgt von Jacky Ickx - Doppelsieg für Porsche.
Kussmaul brachte seinen 959 auf Position sechs nach Westafrika. Auf dem Weg durch die Sahara wurden die Porsche mit bis zu 242 km/h gestoppt.
Das 24 Stunden Rennen in Le Mans scheint für das Werksteam zunächst unter einem ungünstigen Stern zu stehen. Der Amerikaner Price Cobb eliminiert einen 962C bereits im Training. Ein weiterer Wagen rollt nach 90 Minuten mit einem Motorschaden aus, den das laut Reglement zu verwendende "handelsübliche Benzin" durch starke Qualitätsschwankungen verursacht hat. Zahlreiche Porsche Kundenteams müssen ihre Rennwagen frühzeitig mit Motorschäden parken. Derek Bell, Al Holbert und Hans-Joachim Stuck bieten im einzigen verbliebenen Werks-Porsche einem starken Jaguar-Team mit drei Werkswagen Paroli und setzen die britischen Gegner unter Druck, nachdem ihre Motor-Elektronik an die schlechte Benzinqualität angepasst ist. Stuck bleibt in der Nacht drei Stunden lang im 962 Cockpit und fährt einen Einrunden-Vorsprung heraus. Durch einen Unfall und einen technischen Defekt ist das Jaguar-Team bei Morgengrauen auf einen Wagen dezimiert, den ein Getriebedefekt zurückwirft. Derek Bell kann seinen fünfen, Al Holbert seinen dritten und Hans-Joachim Stuck seinen zweiten Le Mans-Sieg feiern.
Nach fünf Weltmeisterschaften in sechs Jahren setzt das Werk den 962 in seiner letzten WM-Saison nur noch punktuell ein.
In den USA gewinnt Chip Robinson im 962 die IMSA GTP Fahrermeisterschaft auf einem 962, den Al Holbert einsetzt. Zum dritten Mal in Folge geht der Hersteller-Titel an Porsche. Von 1985 bis 1987 hat Porsche mit Al Holbert, Jim Busby, Preston Henn, Hans-Joachim Stuck, Rob Dyson und Klaus Ludwig 40 Siege in der IMSA herausgefahren.
In den Vereinigten Staaten startet das Werksteam in seine zweite CART-Saison mit dem Porsche March 89P. Der dritte Lauf, das 500-Meilen-Rennen von Indianapolis, beginnt verheißungsvoll: Mit dem Rennmotor im Heck - der Qualifying-Motor bleibt wegen Schmierungsproblemen in der Transportkiste - qualifiziert sich Teo Fabi für Startplatz 13 und ist im Warm-up Drittschnellster. Fabi liegt auf Rang zwölf, als eine gebrochene Ventilfeder seine Fahrt in Runde 23 beendet.
Eine Woche nach Indy ist Fabi in Milwaukee Dritter und wird bei den kommenden neun Rennen achtmal unter die ersten Vier fahren. Auf der Rennstrecke von Portland gelingt die erste Trainingsbestzeit. In Michigan ist mit Rang zwei das nächste Podiums-Resultat erreicht, es folgt ein Sieg in Mid Ohio und ein weiterer zweiter Platz in Elkhard Lake. Bis zum Rennen in Nazareth hat Fabi gute Chancen auf den Titel, er schließt das Jahr auf Rang vier der Fahrerwertung ab.
In Le Mans werden Hans-Joachim Stuck und Bob Wollek im Joest 962C (Chassis 145) Dritte und schlagen damit den Werks-Jaguar. Claude Ballot-Lena, Henri Pescarolo und Jean-Louis Ricci in einem weiteren Joest 962 (004) erreichen Platz sechs. Ein Brun-Motorsport 962C beendet das 24 Stunden Rennen auf Rang zehn. Der deutsche Supercup für Gruppe-C-Rennwagen lebt vom Engagement der Porsche Kundenteams. Bob Wollek gewinnt die Trophäe, während Joest Racing das Rennen um die Team-Meisterschaft macht. Walter Lechner holt den Gesamtsieg in der Europäischen Interserie, während Kunimitsu Takahashi und Stanley Dickens sich die Japanische Sportwagenmeisterschaft sichern.
Zum siebten Mal erhält Bob Wollek den Porsche Cup als erfolgreichster Privatfahrer des Jahres - eine bis heute unerreichte Leistung.
Wollek sammelt Punkte im von Joest modifizierten 962C in der WM, wo er Vizeweltmeister wird, sowie mit seinem dritten Platz in Le Mans und einem Sieg beim 24 Stunden Rennen von Daytona auf einem Busby Racing 962 C, gemeinsam mit John Andretti und Derek Bell. Zusätzlich gewinnt der Franzose den deutschen Super-Cup mit drei Siegen bei fünf Rennen.
Porsche startet mit einem vielgliedrigen Sportprogramm in das Jahr. Der Schwerpunkt des Werksengagements soll auf der CART-Serie in den USA liegen. Bei den Sport-Prototypen, wo Porsche-Kunden die Hälfte des WM-Starterfeldes stellen, ist Porsche mit einem Pilot-Team (Joest Racing) präsent. In den USA sind die 962 noch immer stark vertreten.
Am 5. Februar wird in Tokio bekanntgegeben: Porsche wird gemeinsam mit dem japanischen Footwork-Konzern, der den britischen Arrows-Rennstall gekauft hat, ab 1991 in der Formel 1 engagiert sein. Die Zusammenarbeit ist auf drei Jahre terminiert.
Der Breitensport erhält durch den Carrera Cup Deutschland, der als Nachfolger des 944 Turbo Cup am 1. April in Zolder Premiere feiert, einen neuen Impuls.
CART-Pilot Teo Fabi erhält Verstärkung durch John Andretti, den Neffen des Ex-Formel 1-Weltmeisters Mario.
Porsche hat den CART-Rennwagen, der jetzt die Bezeichnung 90P trägt, völlig überarbeitet.
Ein kompakteres Getriebe, die Platzierung des Turboladers vor dem Motor und die neue Positionierung des Tanks optimieren die Gewichtsverteilung und aerodynamische Effizienz. Der 2,65-Liter-V8 verfügt über modifizierte Zylinderköpfe, Einzeldrosselklappen, ein neu abgestimmtes Einspritzsystem und einen neuen Öltank. Neben einer Mehrleistung von rund 20 PS zeigt der Motor einen günstigeren Drehmomentverlauf und einen weiter verringerten Treibstoff-Konsum.
Ein mit March entwickeltes Kohlefaser-Chassis verbietet die CART-Vereinigung kurz vor Saisonbeginn. Porsche umgibt das Karbon-Chassis daraufhin mit einer Aluminium-Haut, um die Auflagen der CART zu erfüllen. Bei den ersten beiden Rennen startet der Vorjahres-Typ. Der 90P erlebt seine Premiere beim 500-Meilen-Rennen in Indianapolis. Trotz eines Testrückstandes und einiger Kompromisse fährt Andretti die zehntschnellste Trainingszeit. Im Rennen muss der Amerikaner auf Platz neun liegend nach einer Berührung mit der Mauer aufgeben. Fabis Kupplung kollabiert in Runde 162, der Italiener liegt zu diesem Zeitpunkt auf Rang neun. Es wird dem Team nicht gelingen, den Entwicklungsrückstand - vor allem im Bereich der Aerodynamik - im Lauf der 16 Rennen umfassenden Saison aufzuholen. Der dritte Platz in Meadowlands bleibt das beste Ergebnis der ersten Jahreshälfte. Mit dem Schluss der Rennsaison kommt das CART-Engagement von Porsche zu seinem Ende.
Am 6. September 1990 um 17.07 Uhr startet Professor Ferry Porsche in Weissach per Knopfdruck den neuen 12-Zylindermotor mit 3,5 Litern Hubraum für das Porsche Footwork Formel 1-Projekt. Das Triebwerk entstand unter der Leitung von Hans Mezger in Rekordzeit und läuft jetzt zum ersten Mal auf dem Prüfstand. Bereits Mitte Oktober starten in Weissach die Fahrversuche: der 80-Grad-V-Motor mit Mittelabtrieb ist in ein Vorjahres-Arrows-Chassis eingebaut. Im Cockpit sitzt der Deutsche Bernd Schneider. Im Winter stehen Tests mit den Footwork-Piloten Michele Alboreto und Alex Caffi auf dem Programm.
Rund 20 Kunden-Bestellungen aus aller Welt erhält Porsche für einen modifizierten 962 C, der sich unter anderem durch einen um 20% erhöhten Abtrieb auszeichnet. Einige Kundenteams erhalten diesen 962C mit einem 3.164 ccm großen Motor. Das Triebwerk leistet bereits im Renntrimm rund 700 PS und ein deutlich verbessertes Ansprechverhalten.
In Le Mans starten die Porsche Kunden auf der Strecke, deren sechs Kilometer lange Gerade jetzt durch zwei Schikanen unterbrochen wird, gegen die Konkurrenz von 13 japanischen Werkswagen (Mazda, Nissan, Toyota) sowie das Jaguar-Werksteam. Trotzdem hält der Brun 962C mit Walter Brun, Oscar Larrauri und Jesus Pareja bis 14 Minuten vor Rennende den Anschluss an die Spitze - dann rollt der Rennwagen mit einem Motorschaden aus. Es gewinnen zwei Jaguar vor dem Porsche 962C des Alpha-Racing-Teams, dessen Fahrer Tiff Needell, Anthony Reid und David Sears als Dritte auf das Podium klettern.
Porsche empfiehlt, den 962C ab dem Ende der Saison nicht mehr in der WM einzusetzen. Zu deutlich sind die Handikaps, die der Motorsportverband FISA den turbogetriebenen Sportwagen auferlegt. So soll ein 962C ab 1991 leer 1.000 Kilogramm wiegen, die ersten zehn Startplätze sollen für Sportprototypen mit Saugmotoren reserviert sein. Die FISA wird diesen Wert auf 950 Kilogramm korrigieren. In der IMSA, in der japanischen Sportwagen-Meisterschaft und der Interserie bleibt der 962 auch weiter konkurrenzfähig.
Mit dem Carrera Cup macht Porsche den Sprung zum 911 im Markenpokal-Sport. Nach zehn Wertungsläufen mit den 265 PS starken Carrera 2 steht Olaf Manthey als erster Gesamtsieger fest.
Bernd Schneider gewinnt in seiner ersten Porsche Saison den Porsche Cup als erfolgreichster Privatfahrer. Auf dem Weg zu seinem Erfolg sichert er sich mit Joest Racing unter anderem den Gesamtsieg in der FIA-Interserie.
Nach dem Ende der Gruppe C-Ära bringt das Jahr 1993 eine Renaissance des Motorsports mit serienverwandten Gran Turismo-Rennwagen. Porsche übernimmt die Rolle des Vorreiters und baut die Unterstützung von privaten Kundenteams aus. Mit dem 968 Turbo RS, dem 911 Turbo S - Le Mans GT und dem 911 Carrera RSR 3.8 bietet das Werk den Kunden eine große Palette von Gran Turismo-Fahrzeugen für alle erdenklichen Einsatzformen.
Bei sämtlichen Langstreckenklassikern erweisen sich die Porsche Kunden - teils mit der Unterstützung des Werks - als unschlagbar.
Mit 27 Sportwagen am Start zum 24 Stunden Rennen auf der Nürburgring-Nordschleife zeigt Porsche zum 30. Geburtstag des 911 starke Präsenz. Nach 24 Stunden wird der Carrera RSR 3.8 des Teams Konrad-Motorsport mit Franz Konrad, Frank Katthöfer, Oernulf Wirdheim und Antonio de Azevede als Sieger abgewinkt. Erstmals in der Geschichte des Traditionsrennens belegen vier Fahrzeuge einer Marke die ersten vier Plätze.
In Le Mans fahren Jürgen Barth, Dominique Dupuy und Joel Gouhier ihren MMI Carrera RSR 3.8 im Rennen auf Rang zwei der GT-Klasse. Ein Jaguar kreuzt als erster GT die Ziellinie, verliert allerdings den Sieg durch Disqualifikation. Damit gewinnt der MMI Carrera den Klassiker an der Sarthe.
Wolfgang Land (Siegen) gewinnt den Carrera Cup Deutschland vor Altfrid Heger und Bernd Mayländer, während bei der Schwesterserie in Frankreich Dominique Dupuy seine Gegner Alain Ferté und Fabien Giroix auf die Plätze verweist. Den Carrera Cup Japan sichert sich Koichi Kashiwabara.
Mit der Unterstützung von Porsche Cars North America startet der Deutsch-Amerikaner Jochen Rohr in der SCCA World Challenge. Teamchef-Fahrer Rohr und sein Fahrer David Murry werden im 911 GT2 schnell zu Favoriten. Murry gewinnt fünf der acht Rennen und wird Fahrermeister, Porsche erhält die Markenwertung.
Fünf Porsche 911 GT2 unter den ersten Sechs, so endet die IMSA Exxon-Supreme GTS2 Meisterschaft in den Vereinigten Staaten, ein Championat, das aus den Langstreckenrennen in Daytona und Sebring sowie Sprints in den USA und Kanada besteht. Porsche Pilot Jorge Trejos aus Costa Rica ist am Ende der Meister. Charles Slater belegt Rang drei, Larry Schumacher wird Vierter vor Jack Lewis und Dennis Aase.
Der per Reglement und Luftmengen-Begrenzer auf 420 PS eingebremste 911 GT2 ist im deutschen ADAC GT Cup das Maß der Dinge. Uwe Alzen, Ralf Kelleners und Bruno Eichmann belegen in dieser Reihenfolge die ersten drei Plätze der Fahrerwertung.
Gegen starke Werks-Konkurrenz japanischer Marken setzt sich das Team Taisan mit seinem 911 GT2 in der All Japan GT-Meisterschaft durch und gewinnt die Teamwertung sowie für Porsche das Marken-Championat.
Zwei 911 GT1 sind in der Rekordzeit von neun Monaten in Weissach entstanden. Der Philosophie des Hauses folgend lehnen sich die nach dem neuen GT1-Reglement aufgebauten Sportwagen verhältnismäßig eng an die Serie an. Der Vorderwagen entspricht weitgehend dem Straßen 911. Das Gewicht beträgt reglementsbedingt 1.000 Kilogramm. Die rund 600 PS des 3,2-Liter-6-Zylinder-Doppelturbo-Motors, der vor der Hinterachse liegt, gehen über ein vollsynchronisiertes Sechsgang-Getriebe an die Hinterräder.
Bereits im Training demonstrieren die Neuen ihr Tempo. Die Klassen-Bestzeiten liegen drei Sekunden unter den schnellsten Runden des Dauer 962 von 1994. Im Rennen fahren Thierry Boutsen, Hans-Joachim Stuck und Bob Wollek auf den zweiten Platz, der nur durch einen Unfall von Stuck und ein kurzzeitig auftretendes Elektronik-Problem gefährdet war. Platz drei geht an Yannick Dalmas, Scott Goodyear und Karl Wendlinger im zweiten 911 GT1.
Hans-Joachim Stuck sorgt beim 12 Stunden Rennen von Sebring gemeinsam mit seinem amerikanischen Teamkollegen Bill Adams im 911 GT2 Evo des Champion-Teams für den ersten GTS1 Erfolg beim Florida-Klassiker für Porsche.
Reinhold Joest und sein Team setzen zwei vom Werk geliehene, offene WSC-Sportwagen in Le Mans ein. Der WSC-Joest-Spyder mit Startnummer sieben, angetrieben von einem 3-Liter-6-Zylinder-Boxer mit zwei Turboladern und rund 550 PS Leistung, wird von Davy Jones, Manuel Reuter und Alexander Wurz zum Sieg gefahren. 890 Kilogramm wiegt der Prototyp, der für die Gegner auch durch seinen enorm sparsamen Motor zum unlösbaren Problem wird. Der Le Mans Triumph ist nach 1984 und '85 der dritte Le Mans Gesamtsieg für die Joest-Mannschaft.
Porsche feiert das 50. Unternehmensjubiläum mit einem Doppelsieg des neuen 911 GT1 '98 in Le Mans. Der 16. Gesamtsieg für einen Porsche Sportwagen bei dem Langstreckenklassiker wird gegen vier weitere Top-Werksteams errungen und ist deshalb besonders wertvoll.
Ein 911 GT1 Evo des Rohr-Motorsport-Teams mit Uwe Alzen, Allan McNish, Dirk und Jörg Müller sowie Danny Sullivan wird beim 24 Stunden Rennen von Daytona als zweites Auto abgewinkt und gewinnt die GT1-Wertung. Ein Gesamtsieg ist mit reglementsbedingten 50 Kilogramm Zusatzgewicht und einer maximal zulässigen Betankungsmenge von 80 Litern gegen die offenen Sport-Prototypen nicht möglich. Franz Konrad, Peter Kitchak, Toni Seiler, Wido Rössler und Angelo Zadra schaffen mit ihrem 911 GT2 Gesamtrang vier und den Sieg in der Klasse GT2.
Laurent Aiello (Frankreich), Allan McNish (Schottland) und Stéphane Ortelli (Monaco) gewinnen im Porsche mit Startnummer 26 nach einem Dauer-Duell mit einem der starken Toyota GT 1. Uwe Alzen, Jörg Müller und Bob Wollek fahren den GT1 '98 mit Startnummer 25 auf den zweiten Platz. Nachdem die beiden Porsche lange Zeit geführt hatten, muss McNish Sonntag früh zur Reparatur eines gebrochenen Wasserrohrs an die Box. Fast gleichzeitig kommt Jörg Müller zur Reparatur seines Porsche herein, den er bei einem Ausflug in ein Kiesbett beschädigt hat. Beide Porsche verlieren über 30 Minuten. Zwei Stunden vor Schluss führt ein Toyota, den McNish jetzt angreift. 90 Minuten vor dem Ende fällt der japanische Wagen mit einem Getriebeschaden aus.
In Sebring zeigt das Champion Team mit Thierry Boutsen und Bob Wollek ein kampfstarkes und unverzagtes Rennen. Wegen schlechten Wetters ist mit dem GT1 Evo - wie bei vielen Konkurrenten - keine Trainingszeit zustande gekommen. Boutsen fährt den ersten Sprint vom letzten Startplatz und übergibt als Fünfter an Bob Wollek. Nach sechs Stunden führt der Champion-Porsche, wird dann aber durch eine 5-Minuten-Zeitstrafe wegen einer nicht reglementskonformen Tankanlage, die allerdings schon nach der zweiten Rennstunde durch eine konforme ersetzt worden war, weit zurückgeworfen. Boutsen/Wollek geben nicht auf und kämpfen sich wieder bis auf Rang drei nach vorne. Der Sieger der GT2-Klasse heißt einmal mehr Franz Konrad, der in Sebring das Cockpit seines 911 GT2 mit dem Amerikaner Nick Ham teilt.
Das Porsche-Werksteam schließt seine zweite Saison in der FIA GT-Meisterschaft auf Platz zwei der Teamwertung ab. Bei den Fahrern sind Allan McNish und Yannick Dalmas als Fünfte die besten Porsche-Piloten. Bereits beim ersten Rennen in Oschersleben hatte Jörg Müller mit seiner Trainingsbestzeit das Potenzial des neuen GT1 '98 gezeigt. Im Rennen fielen dann beide Porsche mit gebrochenen Antriebswellen aus. Als beste Resultate des Jahres erzielen Uwe Alzen/Jörg Müller mit dem Chassis 002 zweite Plätze in Silverstone und Homestead sowie Rang drei in Laguna Seca. Yannick Dalmas und Allan McNish werden mit dem Chassis 003 in Dijon als Zweite sowie in Budapest, Suzuka, Donington, Spielberg und Homestead als Dritte abgewinkt.
In den Vereinigten Staaten erweist sich das Champion-Team in der USRRC GT Serie mit seinem GT1 als überlegen und sichert sich vor dem Ende der Saison den Fahrertitel mit Thierry Boutsen sowie die Marken-Meisterschaft. Den Klassensieg in der Professional Sports Car Racing GT-Meisterschaft holt sich Larry Schumacher im 911 GT2.
Ex-Formel 1-Fahrer Jean-Pierre Jarier und Francois Lafon auf einem 911 GT2 des Teams Sonauto-Levallois sind die Meister der FFSA GT-Meisterschaft in Frankreich.
Patrick Huisman holt zum zweiten Mal in Folge den Porsche Pirelli Supercup; in Deutschlands Carrera Cup beginnt Dirk Müller seine Karriere mit dem Gesamtsieg.
In Frankreich bestätigt Dominique Dupuy seinen Ruf als exzellenter GT-Fahrer mit dem Gewinn des Carrera Cup, Kategorie A.
Beim 24 Stunden Rennen in Daytona stellen 29 Porsche Sportwagen in den Kategorien GT2 und GT3 bei insgesamt 78 Startern ein großes Kontingent. Rekordhitze und strömender Regen fordern von Teams und Fahrern höchstes fahrerisches Können und Konzentration.
Den heftigen Kampf um den Lorbeer der GT2-Klasse zwischen dem Porsche des Amerikaners Larry Schumacher und dem 911 des Roock Racing Teams mit André Ahrlé, Hubert Haupt, Raffaele Sanguiolo und Dave Warnock entscheidet letzteres Team für sich. Einen Rang vor dem Schumacher Porsche kommt der RSR des Alex Job Racing Teams in das Ziel. Die Amerikaner Kelly Collins, Darryl Havens, Anthony Lazzaro und Cort Wagner sichern mit diesem Erfolg ihren Sieg in der Klasse GT3.
Beim 12 Stunden Rennen in Sebring demonstriert Supercup-Gesamtsieger Patrick Huisman sein Können, als er gemeinsam mit Martin Snow und dessen Ehefrau Melanie auf einem 600 PS starken 911 GT2 den neunten Platz im Gesamtklassement holt und die GTS-Kategorie gewinnt. Zum ersten Mal in der Sebring-Geschichte erringt ein Ehepaar im selben Auto einen Sieg. Kelly Collins, Darryl Havens und Cort Wagner fahren mit ihrem 911 zum Sieg in der Klasse GT3.
Eine Reglementsänderung für das 24 Stunden Rennen von Le Mans bedeutet, dass die im Vorjahr siegreichen 911 GT1 '98 ohne Chance sind.
In der neuen, seriennahen Klasse LM GT geht an der Sarthe mit dem 410 PS starken 911 GT3R erstmals ein Carrera mit einem wassergekühlten 3,6-Liter-6-Zylinder an den Start. Der von Manthey Racing mit Werksunterstützung genannte 911 GT3R gewinnt die Kategorie mit Uwe Alzen, Patrick Huisman und Luca Riccitelli am Steuer. Das US-amerikanische Champion-Team holt mit dem zweiten neuen GT3R Platz zwei der Klasse.
Zwar kann Porsche beim 24 Stunden Marathon auf der Nürburgring-Nordschleife wegen eines Turbo-Verbots nicht um den Gesamtsieg fahren, aber Jürgen Alzen, Jürgen von Gartzen, Ulrich Richter und Markus Östreich holen den Sieg in der Klasse A6 sowie den zweiten Platz in der Gesamtwertung.
Der Amerikaner Don Panoz initiiert und organisiert die American Le Mans Series als Sportwagen-Rennserie, die nach einem Testlauf in Atlanta (1998) ihre erste vollständige Saison erlebt. Porsche Kunden sind in den Klassen GTS und GT dabei. Zwar verliert Martin Snow beim vorletzten Lauf in Laguna Seca die Tabellenführung in der Klasse GTS an die werksunterstützten Chrysler, aber der Herstellertitel geht dank des Einsatzes von Teams wie Freisinger Motorsport, Konrad Motorsport, Snow Racing und Schumacher Racing an Porsche. Das Alex Job Racing-Team gewinnt mit Cort Wagner und dem 911 GT3R den Fahrertitel in der GT-Klasse, wo Porsche ebenfalls die Markenmeisterschaft sichert.
Auf einem RSR holt Wagner auch in der USRRC den Fahrertitel in der Klasse GT3, wo die Team-Meisterschaft an Reiser-Callas geht und Porsche Kunden die Marken-Meisterschaft holen, die auch in der Klasse GT2 an den Hersteller aus Stuttgart geht. Jean-Pierre Jarier heißt der Sieger der Französischen GT-Meisterschaft (GT2), in der GT3-Klasse kann Dominique Dupuy auf einem 911 GT3 Cup den Titel holen.
Im Porsche Pirelli Supercup schafft Patrick Huisman den Titel-Hattrick, auf Deutschlands Rennstrecken beweist Lucas Luhr im Carrera Cup mit dem Gesamtsieg sein Potenzial, und im Französischen Carrera Cup vervollständigt Dominique Dupuy seine Erfolgs-Sammlung.
Der Porsche Cup für den erfolgreichsten Privatfahrer geht in die USA, wo Cort Wagner die Trophäe in Empfang nehmen kann.